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Rezensionen und erste Eindrücke - M-Q
Dienstag, 14. April 2009 um 14:20 Uhr

- geschrieben von Klaus - Erstveröffentlichung auf unknowns.de -  

Spiele mit der Zielvorgabe drei, vier oder fünf Steine in einer vom Gegner nicht unterbrochenen Reihe zu bilden, gibt es in großer Zahl. Und sie wächst weiter. Dass dabei immer noch sehr originelle und gute Spiele herauskommen, haben in letzter Zeit Titel wie Penki und Yinsh gezeigt. Nun ist ein weiterer hinzugekommen: PENTAGO.

 

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Dieses Spiel war 2006 im Giseh-Verlag erstmals in Deutschland als schöne Holzausgabe für zwei bzw. bis zu vier Spieler erschienen. Auf der Spiel 07 präsentierte der Kosmos-Verlag eine günstigere, trotz Kunststoff elegante neue 2-Personen Ausgabe. Das Spiel selbst ist schon etwas älter (2004 erstmals in Schweden erschienen) und hat in den vergangenen Jahren unter anderem im skandinavischen Raum bereits einige Auszeichnungen erhalten (z.B. Spiel des Jahres in Schweden und Finnland).

 

nettes Inlay

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Das Spielfeld ist 6×6 Felder große, wobei es in vier 3×3 Felder große Viertel unterteilt ist, die alle mittels eines cleveren Mechanismus frei drehbar sind.

 

sehr kurze Regel

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Das Spielprinzip ist einfacher als sehr einfach: Der Spieler am Zug setzt eine Kugel in eine der 36 Vertiefungen (damit die Kugeln nicht einfach rumkugeln) ein und muss danach eines der vier Viertel um 90° in eine beliebige Richtung drehen. Wer als Erster fünf Kugeln orthogonal oder diagonal positionieren kann, hat gewonnen.

 

interessanter Drehmechanismus

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Das war`s schon.

Eine Partie Pentago endet unentschieden, wenn durch eine Drehung beiden Spielern eine Fünferreihe gelungen ist oder wenn keiner der beiden Spieler nach Legen aller Kugeln eine Fünferreihe geschafft hat.

 

Unentschieden: kann auch passieren

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Der besondere Kniff in dieser "Fünf in einer Reihe" Variante liegt natürlich im Drehmoment. Hier muss man mal anders um die Ecke denken. So lassen sich vorausschauend Fallen für den Gegner aufbauen, aber auch die des Gegners leicht übersehen. Da jedes Viertel jederzeit beliebig um 90° gedreht werden kann, sollte man von Anfang an das gegnerische Wirken im Auge haben. Es genügt nicht, eine unmittelbar Niederlage durch Wegdrehen zu bannen, denn der Gegner darf die eben durchgeführte Drehung wieder rückgängig machen. Um eine mögliche Siegstellung abzublocken, braucht man somit mindestens zwei Runden, also eine Drehung von 180°. Wer dieses Drehmoment clever einplant, kann so sehr schön Fallen aufbauen, sodass - drehe was wolle - der Mitspieler ausgekugelt hat.

 

mitten in einer Partie

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Den richtigen Dreh heraus zu finden ist in diesem abgedrehten Spiel nicht einfach. Aber da eine Partie selten länger als zehn Minuten dauert, kann man Revanche um Revanche verlangen, bis man sein Gegenüber schwindelig spielt.

 

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(5 Sterne: absolutes Highlight; 4 Sterne: sehr gutes Spiel; 3 Sterne: gutes Spiel (schlage ich selber vor); 2 Sterne: Spiel ist OK (würde ich immer mitspielen); 1 Stern: geht so (würde ich zur Not mitspielen); 0 Sterne: geht gar nicht)

 

Übersicht:

Spiel: Pentago

Verlag: Kosmos/Gizeh

Autoren:Thomas Flodén

Erscheinungsjahr: 2007

Spieleranzahl: 2

Spielzeit: ca. 10 - 15 Minuten

Bewertungssterne: 3 (von 5)

BGG-Durchschnitt (Stand 14.04.2009): 6,40 bei 345 Ratings

Spielstatus: Spiel selbst gekauft

Sonstiges: bisher über 30 Partien

 

 
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