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Pingu-Party (20.01.2009) - Spielekritik PDF  | Drucken |  E-Mail
Rezensionen und erste Eindrücke - M-Q
Dienstag, 20. Januar 2009 um 10:05 Uhr

- geschrieben von Thomas - 

Es gibt die großen Spiele, die insbesondere Vielspieler stundenlang mit ihren strategischen Möglichkeiten in ihren Bann ziehen. Burgen werden gebaut, Inseln ausgebeutet, Schienennetze geplant und Schlachten geschlagen. Aber nicht jeder bzw. nicht zu jeder Zeit hat man Lust und/oder Zeit komplexere und zeitintensive Titel zu spielen. Dann ist die Zeit der Starter/Absacker/Zwischendurchspiele mit einer kurzen Spielzeit gekommen. Pingu Party von Reiner Knizia ist mit 15-40 Minuten ein Vertreter dieser "Gewichtsklasse".

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Das Spielziel:

Der eine oder andere kennt Menschenpyramiden aus dem Zirkus, und alle haben schon einmal Bilder von ägyptischen oder südamerikanischen Steinpyramiden gesehen. Bei Pingu Party wird jedoch ein neues Kapitel des Pyramidenbaus eingeläutet, die Pinguinpyramide. Ziel des Spiels ist es, die Pinguine von der eigenen Kartenhand komplett in die Pyramide einzubauen.

 

Das Spielmaterial:

- 36 Pinguinkarten (je 7x Rot, Blau, Gelb und Violett, 8x Grün)

- 36 Punktechips (24x Wert 1, 12x Wert 5) für Minuspunkte

das Spielmaterial

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Der Spielablauf:

Die gemischten Pinguinkarten werden gleichmäßig an die Mitspieler verteilt, bei 5 Spielern wird die überzählige Karte als Startkarte in die Tischmitte gelegt. Der Spieler, der an der Reihe ist, sucht sich eine seiner Karten aus, und legt sie nach den Legeregeln in die wachsende Pyramide. Kann man keine Karte anlegen, muss der Spieler endgültig passen, und er erhält pro nicht gespielter Karte einen Minuspunkt. Wird man jedoch alle Pinguinkarten los, darf man zwei Minuspunkte abgeben.

fünf verschiedene Farben

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Die erste ausgespielte Karte definiert die unterste Reihe der Pyramide, in die maximal 8 Karten (immer angrenzend an bereits liegende Karten) beliebig gelegt werden dürfen, dabei sind die Farben der benachbarten Karten egal. Eine andere Legemöglichkeit besteht darin, eine Karte versetzt über zwei bereits liegende Karten abzulegen. In diesem Fall muß zumindestens eine der beiden Karten aus dem Stockwerk darunter die selbe Farbe haben. Bei mehreren Legemöglichkeiten kann der Spieler frei wählen. So entsteht im Idealfall eine Pyramide die von unten (8 Karten) bis ganz nach oben (1 Karte) in jedem Stockwerk eine Karte weniger enthält.

darüber kann eine rote oder blaue Karte gelegt werden

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Eine Runde ist beendet, wenn alle Spieler entweder keine Karte mehr haben oder aber gepasst haben. Es werden soviele Runden gespielt, wie Mitspieler vorhanden sind, damit jeder einmal Startspieler sein kann. Der Spieler, der nach der letzten Runde die wenigsten Chips vor sich liegen hat, gewinnt. Für das Spiel zu zweit gibt es Sonderregeln. Jeder Spieler erhält 14 Karten, die restlichen Karten werden weggelegt. Die unterste Reihe besteht dann nur aus 7 Karten.

 

Die Spielbewertung:

Bisher habe ich das Spiel nur mit 5 und 6 Spielern ausprobiert, deshalb bezieht sich die Kritik auch nur auf diese Besetzung. Alle Spieler, die kurze, schnelle Spiele ablehnen, brauchen nicht weiterzulesen. Pingu-Party ist natürlich kein großes Strategiespiel, das großes Vorausplanen benötigt. Oft überrollen die Ereignisse den Spieler, ohne das er sich dagegen wehren kann, Bei weniger Spielern insbesondere bei 2 und 3 Spielern werden die Einflußmöglichkeiten größer sein.

 einer passt noch in die unterste Reihe

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Man kann das Gegebene aber auch nutzen, indem man z.B. für eine im eigenen Blatt oft vertretene Farbe durch geschicktes Legen eine möglichst gute Ausgangsposition für die Ablage weiterer Karten dieser Farbe schafft. Eine Kartenhand ohne eine bestimmte Farbe ermöglicht bei einer entsprechenden Auslage eine frühzeitige Blokade, so daß andere Spieler auf Karten dieser Farbe "sitzenbleiben". Gerade in solchen Situationen, in denen ein Teil der Spieler aufstöhnt und der andere Teil Schadenfreude "verstecken muss", entfaltet Pingu-Party seinen Spaßfaktor. Trotz dieser Möglichkeiten ist Pingu-Party gerade in voller Besetzung ein lockeres schnelles Legespiel ohne großen Anspruch, und genau so sollte man Pingu-Party auch spielen.

eins ist klar: Minuspunkte für grüne und blaue Pinguine

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Bei uns in den Runden jedenfalls hat mir das Spiel Spass gemacht. Sicherlich ist es kein Spiel für eine persönliche Top Ten, aber durch die kleine Packung und die gute Eignung als Starter/Absacker haben wir es sehr oft in unserem "Spielesack" dabei. Durch die sehr kurze, gut verständliche Regel ist Pingu-Party auch für Spiele-Anfänger und Kinder sehr gut spielbar. Die Qualität des Materials und der Verpackung ist für den Preis absolut in Ordnung, Die amerikanische Version ist nicht vergleichbar, denn da werden Pinguin Figuren gestapelt.

das passiert nur sehr selten

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Einen kleinen Regel-Makel haben wir durch eine kleine Regeländerung behoben. Um auch ein komplettes Abspielen der Karten in der ersten Runde zu belohnen, starten wir in unseren Partien immer mit 5 Minuspunkten, so daß auch in der ersten Runde zwei Minuspunkte abgegeben werden können. Mit dieser kleinen Regelanpassung wird dieses lockere nette Spiel sicherlich immer mal wieder auf den Tisch kommen, von mir erhält es 3 von 5 Sterne.

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Übersicht:

Spiel: Pingu-Party

Verlag: Amigo

Autor: Reiner Knizia

Erscheinungsjahr: 2008 (deutsche Ausgabe)

Sprache: deutsch

Spieleranzahl: 2 - 6

angegebene Spielzeit: 15 Minuten

empfohlenes Mindesalter: ab 6 Jahren

Bewertungssterne: 3 (von 5)

BGG-Durchschnitt (Stand 19.01.2009): 4,67 bei 181 Ratings

=> hauptsächlich amerikanische Version bewertet

Spielstatus: Spiel selbst gekauft

Sonstiges: bisher 6 Partien gespielt (5er und 6er)

 

 

 
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