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10 Days in Asia (11.12.08) - Spielekritik PDF  | Drucken |  E-Mail
Rezensionen und erste Eindrücke - 0-9
Donnerstag, 11. Dezember 2008 um 00:00 Uhr

- geschrieben von Thomas -

Der eine oder andere kennt vielleicht Europatour, das in Deutschland in etwas veränderter Form bei Schmidt Spiele erschienen ist. In den USA hat der Verlag Out of the Box bereits vier verschiedene Spiele mit diesem Mechanismus herausgebracht: 2003 bereits 10 Days in Europe (Europatour), 10 Days in Africa, 10 Days in the USA und 2007 als bisher letztes Spiel der Reihe 10 Days in Asia.

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Alle vier Vertreter dieser Reihe haben viele Gemeinsamkeiten, aber jedesmal wird das Thema ein wenig variiert. Dies geschieht durch die vorhandenen Verkehrsmittel und/oder die Funktionalität der Verkehrsmittel.

 

Thema und Ziel:

Ziel des Spiels ist es, eine komplette Reise aus 10 passenden Stationen (Länder und Verkehrsmittel) innerhalb von Asien ohne Unterbrechung zu erstellen. Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Kärtchen mit Ländern, Schiffen und Eisenbahnen die während des Spiels durch ziehen und ablegen in eine richtige Reihenfolge gebracht werden müssen.

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Spielmaterial:

57 Länder Karten (jedes Land 1x, bzw. große Länder 2x)

10 Transport Karten Flugzeug (je 2 Flugzeuge in 5 Farben)

7 Transport Karten Schiff (4x Indischer Ozean, 3x Pazifischer Ozean)

5 Transport Karten Eisenbahn

4 x 2 Holzablagen (mit den Tagen 1-5 und 6-10)

Spielbrett mit Landkarte

Anleitung

das Spielmaterial

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Spielablauf:

Jeder Spieler zieht Karten und steckt sie sofort an eine freie Stelle in seinen beiden Holzablagen (Tage 1-10). Dafür gibt es keine Steckregel, er darf sich jedoch nicht eine andere Karte anschauen, bis er die vorangegangene gesteckt hat. Darüber hinaus dürfen einmal gesteckte Karten in dieser Phase nicht umgesetzt werden. Das wird so lange durchgeführt, bis alle Spieler 10 Karten gesteckt haben.

4er Startaufstellung

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Die restlichen Karten werden zu einem Nachziehstapel zusammengelegt, und drei Karten werden umgedreht. Diese dienen als Start für drei verschiedene Ablagestapel. Der Spieler, der als erstes seine 10 Karten gesteckt hatte, fängt mit seinem ersten Zug an.

zum Start i.d.R. ein ziemliches Chaos

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Ein Spielzug läuft immer gleich ab. Der Spieler zieht eine Karte (entweder verdeckt oder eine der drei oberen Karten von den Ablagestapeln), und muss sich dann entscheiden, ob er eine Karte von seiner Holzablage mit dieser Karte tauschen möchte. Entweder legt er dann die gezogene Karte oder aber die vorher in der Holzablage steckende Karte auf einen der drei Stapel ab. Bei der Ablage gibt es nur eine Regel, sollte der Spieler die letzte Karte einer der drei Ablagestapel gezogen haben, muss er die abgelegte Karte wieder dort hinlegen. Nach der Ablage ist der nächste Spieler am Zug.

ein Nachziehstapel - drei Ablagestapel

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Prinzipiell kann man jede Karte auf jeden Tag stecken, unabhängig von den umgebenden Karten. Ziel des Spiels ist jedoch eine komplette Reise ohne Lücken zu erstellen und dafür gibt es natürlich schon Regeln. :-)

 

Eine fertige Reise muss mit einem Land anfangen und auch aufhören. Auf Tag 1 und 10 darf zum Schluss kein Transportmittel stecken. Das selbe Land darf auf der Reise nicht in benachbarten Tagen stecken. Es können Transportmittel nach den Regeln eingesetzt werden, es geht aber auch komplett ohne. Es dürfen sich zum Schluss nicht zwei Transportmittel auf benachbarten Tagen befinden. Für die sonstigen Steckregeln benötigen wir das Spielbrett und die verschiedenen Kartenfarben.

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Länder die diekt miteinander verbunden sind (zu beachten Brücken und Fähren!), können direkt hintereinander gesteckt werden => Verbindung zu Fuss :-) . Zwischen Ländern die am gleichen Meer liegen (Indischer Ozean oder Pazifik) kann durch das entsprechende Schiff eine Verbindung geschaffen werden. Auf dem Spielbrett sind rötlich-braune Eisenbahnlinien zu erkennen.

die Verkehrsmittel

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Alle Länder die an der selben Strecke liegen, können per Eisenbahnkarte miteinander verbunden werden. Alle Länder die die selbe Farbe haben, können jeweils mit einer gesteckten Flugzeugkarte in der selben Farbe dazwischen in die Reise integriert werden. Zwischen benachbarten Ländern dürfen, wenn es den Regeln entspricht, auch Verkehrsmittel liegen, müssen aber nicht.

Beispiel für eine Eisenbahnlinie: von Iran nach Pakistan/Kyrgyzstan

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Spielende:

Ist ein Spieler am Zug und kann mit der letzten Karte eine nach den Regeln durchgängige Reise (von Tag 1 bis 10) stecken, endet das Spiel sofort. Der Spieler zeigt den Mitspielern die Reiseroute. Sollte es keine Beanstandungen geben, ist dieser Spieler der Sieger.

eine "perfekte" Route

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Spielbewertung:

Die Qualität des Spielmaterials ist sehr gut und ist nicht vergleichbar mit der Qualität von Europatour. Die kleinen Karten sind sehr dick und auch die Holzablagen sehen richtig gut aus. Das Spielbrett hat durch die kleine Faltung relativ viele und starke Faltkanten. Dies ist aber kein Problem, da auf dem Spiebrett nicht gespielt wird, sondern nur als Landkarte genutzt wird.

 

Die Schachtel ist relativ klein durch das Material aber auch relativ schwer. Die Anleitung kommt mit vier kleineren großgeschriebenen Seiten aus. Das einzige Problem ist ggf. die rein englische Anleitung, die aber nicht allzu schwer geschrieben ist. Das Spiel ist schnell erklärt, man muss nur zum Start die"Zielregeln" für die Strecke verinnerlichen. Das Spiel ist aufgrund der geringen Komplexität und kurzen Anleitung sehr gut auch für Nichtspieler und ältere Kinder geeignet.

nur 4 Seiten Anleitung

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Das Spiel hat kaum Längen, da die meisten Spieler doch zügig spielen, so daß man sehr schnell wieder dran ist. Durch die Spielmechanik kommt insbesondere zum Schluss Spannung auf, wer die letzen benötigten Karten in die Strecke einbauen kann. Natürlich spielt das Glück eine Rolle (Karten ziehen) aber auch flexible Taktik ist gefragt. Zusätzlich kommt auch immer wieder einmal ein kleiner Ärgerfaktor mit ins Spiel (Karte vor der Nase wegnehmen etc.).

 

Im Vergleich zu den anderen Spielen aus der Serie gefällt mir persönlich 10 Days in Asia am besten. Durch die Schiffe ohne festgelegte Routen (z.B. im Gegensatz zu Europatour) und den Eisenbahnen hat sich sich der Spielablauf noch beschleunigt, da so mehr Optionen für ein und dasselbe Land zur Verfügung steht. Das Warten auf die letzte richtige Karte wird im Vergleich zu den anderen Spielen verkürzt. Durch die höhere Anzahl an Optionen ist dieses Spiel das Schnellste und Einfachste aus der Serie 10 Days ...

"blaue Grenze" zwischen Indischer Ozean und Pazifik

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Es kommt häufiger vor, daß wir direkt mehrere Partien (wie auch bei den anderen Versionen) hintereinander spielen. Es ist ein nettes einfaches Familienspiel, das immer wieder auf den Tisch kommen kann. Es ist für mich zwar besser als Europatour, trotzdem kann man an der zur Zeit am häufigten zu findenden Version (z.B. Spieletreffs) testen, ob einem das Spielprinzip Spass macht.

 

Insbesondere bei Kindern aber auch Erwachsenen kommt zusätzlich als positiver Nebeneffekt der Lernfaktor hinzu, oder kann jeder sofort Brunei auf der Karte zeigen. :-) Von mir erhält das Spiel vier von fünf Sternen.

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Übersicht:

Spiel: 10 Days in Asia

Verlag: Out of the Box

Autoren: Aaron Weissblum und Alan R. Moon

Erscheinungsjahr: 2007

Sprache: Englisch

Spieleranzahl: 2 bis 4

Spielzeit: 20 - 30 Minuten

empfohlenes Mindesalter: ab 10 Jahren

Bewertungssterne:  4 (von 5)

BGG-Durchschnitt (Stand 09.12.2008): 6,89 bei 233 Ratings

Spielstatus: Spiel selbst gekauft

Sonstiges: bisher 20 Partien gespielt (2er, 3er und 4er)

 
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