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Rezensionen und erste Eindrücke - A-D
Mittwoch, 27. Mai 2009 um 08:57 Uhr

- geschrieben von Thomas -

Alea iacta est - die Würfel sind gefallen (frei übersetzt) passt vom Namen natürlich perfekt zum Verlag. Es reiht sich ein in die Würfelspiele der letzten zwei Jahre, die erfolgreich den Würfel im Brettspiel (wieder) etabliert haben. Muss man für dieses Spiel am Rubikon gestanden haben, oder erschließt sich der Spielspass auch Nicht-Römern?

 

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Das Spielthema und das Spielziel:

Alle Spieler (?!) sind in der Rolle Caesars unterwegs und versuchen durch taktisches Geschick (Würfel einsetzen), möglichst viele Ruhmespunkte zu sammeln. Neue Provinzen können erobert und mit den passenden Patriziern besetzt werden. Aber auch der diplomatische Weg (Senatskarten) kann zu Siegpunkten und somit zum Erfolg führen.

 

Das Spielmaterial:

alles aus Pappe/Papier:

- 4 Gebäudekarten (Templum, Senatus, Castrum und Latrina

- 1 Gebäudekarte Forum Romanum (fünfgeteilt)

- 19 Senatskarten (Rückseite SPQR)

- 25 Provinz-Kärtchen (in 6 Farben mit den Werten I bis IV und ein 0er Joker)

- 36 Patrizier-Plättchen (je 3x Frauen und Männer in 6 Farben mit den Werten I-III)

- 30 Fortuna-Plättchen (je 8x die Werte I u. III, 14x der Wert II)

- 30 Repete!-Chips

- Startspieler Marker (Caesar)

- Regel

- Übersichtsblatt Senatskarten

nicht aus Pappe:

- 40 Würfel (je 8 in 5 Spielerfarben)

 

reichlich Material in der kleinen Schachtel

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Der Spielaufbau:

Die Gebäudekarten werden in die Mitte des Tisches gelegt, bei zwei und drei Spielern wird der Templum nicht verwendet. Das Forum Romanum wird so zusammengesteckt, dass es zwei Säulen mehr hat als Spieler teilnehmen. Die Fortuna Plättchen (nicht bei zwei und drei Spielern), Senatskärtchen, Provinz-Kärtchen und die Patrizier werden gemischt und verdeckt als jeweiliger Stapel bereitgelegt. Die Repete Chips werden neben die Latrine gelegt und jeder Spieler erhält die Würfel einer Farbe.

 

 Startaufstellung: das Würfeln kann beginnen

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Vor jeder Runde (entfällt vor der ersten Runde) werden nicht genommene Provinzen und Patrizier abgeräumt und für alle sichtbar zur Seite gelegt. Dann werden soviele Provinzen wie Spieler und zwei Patrizier mehr als Spieler teilnehmen aufgedeckt und unter das Castrum bzw. Forum Romanum platziert. Der jüngste Spieler beginnt die erste Runde, danach wechselt der Startspieler im Uhrzeigersinn.

 

der Startspieler - es kann nur einen geben

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Der Spielablauf:

Im jedem Durchgang würfelt der Startspieler als erstes seine acht Würfel. Setzt er einen Repete!-Chip (erhält man in der Latrina s.u.) ein, darf er beliebig viele Würfel erneut würfeln. Der Spieler kann dies wiederholen, solange er dafür immer wieder einen Repete!-Chip abgibt. Danach muss er vom endgültigen Wurf mindestens einen Würfel in eins der Gebäude legen. Dann ist der nächste Spieler am Zug und würfelt. Dies wird reihum wiederholt, bis ein Spieler seinen letzten Würfel in ein Gebäude setzt. Dann wird diese Runde bis zum linken Nachbarn des Startspielers dieses Durchgangs zu Ende gespielt. Die Gebäude werden ausgewertet, alle Würfel wieder den Spielern zurückgegeben und der nächste Durchgang gestartet (Startspieler wechselt im Uhrzeigersinn). Nach 5 (4 und 5 Spieler) bzw. 6 Durchgängen ist das Spiel beendet und die Siegpunkte werden zusammengezählt.

 

beliebig viele Würfel neu würfeln kostet einen Repete!-Chip

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Die Gebäude: 

Templum: Der erste Spieler der hier aktiv werden will, darf in dieses Gebäude nur einen Würfel reinlegen. Bei jedem weiteren Einsetzen in das Templum muss dieser Spieler einen Würfel mehr dort platzieren als sein Vorgänger (als nächstes zwei, dann drei Würfel ...). Zusätzlich muss die Gesamtsumme der eigenen Würfel höher sein als die des Vorgängers. Ein bereits vertretener Spieler muss seine bereits gelegten Würfel in einem nächsten Zug nur den Regeln entsprechend ergänzen. Beispiel: grün 1 Würfel mit 5, dann blau 2 Würfel mit insgesamt 9, jetzt könnte grün 2 Würfel ergänzen mit mindestens Wert 5. Für jeden in seinem letzten Zug eingesetzten Würfel erhält der Spieler einen Fortuna Chip. Am Ende eines Durchgangs darf der Spieler mit den meisten Würfel im Templum zwei Fortuna Chips behalten, alle anderen vertretenen Spieler jeweils einen Chip. Die restlichen Chips werden offen zur Seite gelegt.

 

blau müsste jetzt zwei Würfel mit Wert > 7 dazulegen

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Senatus: Hier können die Spieler bis zu sechs Würfel platzieren, die eine Strasse ergeben (z.B. 1-2-3, 3-4-5-6, 1-2-3-4-5-6, 4). In späteren Runden kann ein Spieler seine bereits liegenden Würfel (auf- und absteigend) ergänzen, jedoch darf jeder Spieler nur eine Strasse im Senat besitzen. Außerdem dürfen die Strassen der verschiedenen Spieler zu keinem Zeitpunkt komplett identisch sein. Sie können sich in der Anzahl der Würfel und/oder in den Würfelwerten unterscheiden. Am Ende eines Durchgangs erhält der Spieler mit den meisten Würfel im Senat (bei Gleichstand, der mit dem höchsten Würfelwert in der Strasse) die oberen drei Senatskarten. Er sucht sich eine Karte verdeckt aus und gibt die beiden anderen Karten ggf. an den Zweitplatzierten (ab 3 Spieler), der wiederum ggf. die letzte Karte an den Drittplatzierten (bei 5 Spielern) weiter gibt.

 

die grünen Würfel dürfen eingesetzt werden, da die Strassen nicht komplett identisch sind

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Castrum: Hier dürfen die Spieler in einer Runde beliebig viele Würfel (von 1-8) mit der selben Augenzahl (Pasch) platzieren. In späteren Runden darf ein eigener Pasch ergänzt oder ein weiterer Pasch (jedoch nicht mit den selben Würfelwerten wie ein bereits liegender eigener Pasch) ausgelegt werden. Darüber hinaus müssen sich die Pasche der verschiedenen Spieler zu jedem Zeitpunkt unterscheiden, entweder in der Anzahl der Würfel und/oder in den Würfelwerten. Am Ende des Durchgangs darf sich der Spieler mit dem wertvollsten Pasch (die meisten Würfel, bei Gleichstand höherer Würfelwert) die erste Provinz aussuchen, danach der zweitplatzierte Spieler, ... bis alle Provinzen verteilt wurden. Bei weniger Pasche als Provinzen werden die nicht gewählten offen zur Seite gelegt.

 

im Castrum darf ein Spieler auch mehrmals vertreten sein

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Forum Romanum: In dieses Gebäude können die Spieler in einer Runde einen (beliebiger Würfelwert) oder zwei Würfel (1+4 oder 2+3) auf den 4 bis 7 quadratischen Feldern (abhängig von der Spieleranzahl) platzieren. Die Würfel werden immer aufsteigend so platziert, dass der gerade gelegte Würfel möglichst weit links liegt, so dass links von ihm nur niedrigere und rechts von ihm gleiche und höhere Würfelwerte liegen, die anderen bereits liegenden Würfel werden entsprechend verschoben. Die Spieler können mehrmals in einem Durchgang Würfel in das Forum legen. Wenn ein Würfel durch andere Würfel rechts aus dem Gebäude gedrängt wird, kommt er direkt in die Latrine. Am Ende des Durchgangs darf der Besitzer des Würfels ganz links als erster ein ausliegendes Patrizier Plättchen auswählen und es offen vor sich hinlegen. Dies geht weiter bis zum Besitzer des Würfels auf dem rechten quadratischen Feld. Sollte es unbesetzte Felder geben, werden die nicht gewählten restlichen Patrizier auch offen zur Seite gelegt.

 

die beiden orangen Würfel (2+3) werden bei der jeweiligen Zahl ganz links eingeordnet

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Latrina: In dieses Gebäude kommen alle Würfel die in den Gebäuden Senatus und Castrum leer "ausgegangen" sind und alle aus dem Forum verdrängten Würfel. Nur wenn man sonst nichts legen kann, dies kommt fast nie vor, muss man einen Würfel in dieses Gebäude legen. Freiwillig darf man keinen Würfel in die Latrine legen. Am Ende eines Durchgangs erhalten die Spieler für jeden Würfel in der Latrine einen Repete!-Chip. Die Gebäude werden in dieser Reihenfolge ausgewertet, so dass nach der Latrine alle Spieler wieder ihre 8 Würfel für den nächsten Durchgang zur Verfügung haben.

 

 zumindestens "Klo-Chips" erhält man immer :-)

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Die Siegpunkte:

Nach 5 bzw. 6 Durchgängen werden die Siegpunkte ermittelt. Die Fortuna-Chips vor den Spielern zählen soviel wie die aufgedruckten Siegpunkte. Je zwei der nicht eingesetzten Repete!-Chip bringen jeweils einen Siegpunkt. Nicht mit Patrizier besetzte Provinzen zählen die aufgedruckte Zahl minus 1 an Siegpunkten. Jede Provinz kann bis zu zwei Patrizier (einen Mann und eine Frau gilt auch für Grenz- und freie Provinzen) der selben Farbe aufnehmen (blaue Patrizier in blauer Provinz). So untergebrachte Patrizier bringen jeweils die aufgedruckten Siegpunkte. Die mit mindestens einem Patrizier besetzten Provinzen sind jetzt die volle aufgedruckte Punktzahl wert. Nicht untergebrachte Patrizier bringen dem Spieler keine Siegpunkte.

 

 besetzte Provinzen sind die aufgedruckte Punktzahl wert, die rote Provinz ist drei Punkte wert

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Die einzigen Siegpunkte, die nicht die ganze Zeit offen für alle sichtbar liegen, kommen von den Senatskärtchen. Diese werden erst für die Wertung umgedreht. Es gibt sehr unterschiedliche Kärtchen: z.B. freie Provinzen (hier dürfen bis zu zwei gleichfarbige Patrizier beliebiger Farbe untergebracht werden), Grenzprovinzen (hier können bis zu zwei Patrizier der beiden abgedruckten Farbe untergebracht werden, vollbesetzt gibt es drei Extrapunkte), viele Männer bzw. viele Frauen (man erhält einen Extrapunkt pro untergebrachten Mann bzw. untergebrachter Frau) oder viele Fortuna Plättchen (je drei Fortuna Chips gibt es einen Extrapunkt). Alle Siegpunkte werden zusammengezählt und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

 

Senatskärtchen mit unterschiedlichen Möglichkeiten Zusatzpunkte zu erzielen

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Die Spielbewertung:

Natürlich ist es für einen Verlag sehr schön, sich einen guten Ruf bei den Spielern (insb. Vielspielern) zu erarbeiten. Gleichzeitig ist es aber auch ein Fluch, wenn alle immer auf den 2. heiligen Gral der Vielspieler warten. :-) Alle die nur auf ein 2. Puerto Rico von Alea warten, brauchen nicht weiter zu lesen, denn diese Suche kann und will alea iacta est nicht beenden. Dies ist aber auch nicht schlimm, da Alea auch nach Puerto Rico sehr gute Spiele (z.B. Notre Dame oder Im Jahr des Drachen) herausgebracht hat. (siehe auch interessanten Spielbox-Thread zu diesem Thema - Alea und das Spiel des Jahres Trauma ?!?; Start 18.05.)

 

 eine 5er Partie alea iacta est

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Da Alea auch bei mir für (fast) immer gute bis sehr gute Spiele steht, war ich doch bei meiner ersten Begegnung mit der Nürnberg Neuheit 2009 im mittleren Karton ein wenig überrascht. Da niemand das Spiel kannte, erarbeiteten wir (alles erfahrene Vielspieler) uns die Regel selber. Leider ist die Regel nicht besonders übersichtlich geschrieben, so dass man wichtige Details überliest und das Nachschlagen von Regeldetails erschwert wird. Nach der Partie waren wir eher ernüchtert, und der erste Eindruck ging über Daumen zur Seite bis Daumen nach unten.

 

 nicht besonders übersichtlich - 8 Seiten Regel

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Hier liegt ein großes Problem von alea iacta est. Die Einstiegshürde ist für das Gebotene, ein taktisches nicht zu langes "Familienspiel" mit Würfeln, relativ hoch. Trotz des gemäßigten Schwierigkeitsgrades des eigentlichen Spiels ist so die Breitentauglichkeit sehr eingeschränkt, da unerfahrene Spieler beim Erarbeiten der Regel überfordert sind. Dies ist eigentlich sehr schade, da mit einem "Erklärbar" das Spiel auch mit Gelegenheitsspielern wahrscheinlich gut zu spielen sein wird. Nur Spielunerfahrene bzw. Kinder unter 10 Jahren werden (fast) immer Probleme mit den vorhandenen taktischen Möglichkeiten haben. Was für die Eignung als Familienspiel (zumindestens für Familien mit Spielerfahrung) spricht, ist die Tatsache, dass das Einsetzen der Würfel immer etwas positives für den Spieler bringt, und wenn es Repete!-Chips sind. Keiner geht leer aus, so hält man das Frustpotential in einem Spiel auf niedrigem Niveau.

 

Regel selbst erarbeiten - hohe Einstiegshürde nicht nur für Gelegenheitsspieler

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Nach dieser ersten Partie wollte ich mich nicht mehr so schnell würfelnd nach Rom begeben. Da wir gerade auf einer Spielereise waren, dauerte es jedoch nur bis zum nächsten Tag. Nach einer kurzen Regelerklärung durch eine Mitspielerin lief die 2. Partie schon bedeutend runder ab. Das einzige Problem, das auch noch 3-4 Spiele anhielt, waren die Senatskarten, deren Funktion immer wieder nachgeschlagen werden mussten. Leider sind die Piktogramme nicht alle intuitiv verständlich. Dies bremst zumindestens in den ersten Partien ein wenig den Spielfluss. Trotzdem änderte bereits die 2. Partie meine Meinung über das Spiel, die in weiteren Partien dann bestätigt wurde.

 

Übersicht der Senatskarten (2 Seiten) - in den ersten Partien nicht zu weit weglegen :-)

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Alea iacta est ist ein gutes taktisches Würfelspiel mit verschiedenen Möglichkeiten Punkte zu machen. Da die Anzahl der Möglichkeiten (Fortuna-Chips, Repete!-Chips, Senatskarten, Provinzen und Patrizier) und auch die Anforderungen an eine längerfristige Planung begrenzt sind, wird eine Partie im Normalfall (natürliche Ausnahme: Extremgrübler) zügig gespielt mit wenigen Denkpausen. Das "Rangeln" um die besten Positionen in den Gebäuden führt somit auch bei 5 Spielern nicht zu langen Wartezeiten auf den nächsten eigenen Zug. Da die Einsatzmöglichkeiten abhängig von der Spieleranzahl variieren (z.B. kein Templum bei 2 und 3 Spielern), funktioniert der Wettstreit um die besten Plätze in den Gebäuden in allen Besetzungen gut.

 

auch zu viert / zu fünft keine langen Wartezeiten

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Natürlich sollte man für Spass an alea iacta est Würfelspiele mögen und Glückselemente nicht generell ablehnen, da neben den Würfeln auch das Ziehen der Fortuna-Chips immer wieder für "Glücksmomente" sorgt. Darüber hinaus schaffen es die Autoren / der Verlag jedoch Elemente einzubauen, die taktisches Vorgehen belohnen und das Glück ein wenig abschwächen. Natürlich könnte man sich bei einem 6er Pasch Sechsen wahrscheinlich direkt die erste Wahl bei den Provinzen sichern. Aber wie im richtigen Leben versuchen die Spieler möglichst viel zu erreichen. Da sind 6 Würfel für eine Provinz i.d.R. Verschwendung. Möglichst effizienter Einsatz der Würfel, Gelegenheiten/Gegebenheiten nutzen und das beste aus der momentanen Situation machen (Würfelwurf), antizyklisches Verhalten, Mitspieler einschätzen, auch mal nachgeben wenn es sich nicht mehr lohnt, erst solche Überlegungen werden im Regelfall zum Erfolg führen. Aus diesem Grund spielt das Glück bei alea iacta est nicht die alleinige Hauptrolle.

 

 Nomen est Omen - Fortuna-Chips bringen ein weiteres Glückselement in das Spiel

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Neben dem Glück und der Taktik kommt auch Spannung hinzu. Zwar kann man viel planen, da aber das Glück ein Element bleibt, der (massive) Einsatz der Repete!-Chips bereits fest eingerechnete Positionen noch verändern kann und Mitspieler anders reagieren als man denkt, bleibt bis zum Schluss eines Durchgangs in verschiedenen Gebäuden eine Portion Unsicherheit über die Platzierung. Auch diese Unsicherheit sollte man mögen, da oft zum Schluss (insb. im Forum Romanum) sicher geglaubte Kärtchen/Plättchen doch noch verloren gehen. Das Beste aus der sich laufend verändernden Situation machen und nur bedingt längerfristige Planung, das ist nicht unbedingt etwas für jeden (Viel)Spieler.

 

Glück ja, Taktik ja, langfristige Planung eher nein

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Die Qualität des Spielmaterials ist nicht ganz optimal. Die Regel (siehe auch oben) enthält zwar (fast) alle Informationen, ist aber leider für meinen Geschmack unübersichtlich geschrieben. Die Vorder- und Rückseite der Plättchen sind teilweise zueinander verkehrt herum bedruckt, sie sind nicht gleich ausgerichtet (zumindestens in meinem Exemplar). Die Farben der Patrizierplättchen kann man von der Seite sehen, so dass man erkennen kann welche Plättchen in welcher Runde kommen. Dies ist für einen erfahrenen Verlag überraschend, auch wenn es sich hier nur um ästhetische Probleme handelt, denn der Spielspass wird vom suboptimalen Druck der Plättchen nicht negativ beeinflusst. Darüber hinaus findet man in dem kleinen Karton sehr viel Material von guter Qualität.

 

nettes Ratespiel für zwischendurch: welche Farbe hat das nächste Patrizierplättchen

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Zwar ist alea iacta est kein neuer Vertreter der Spielehighlights von Alea (Puerto Rico, Fürsten. Händler, Notre Dame, ...), aber es ist ein gutes taktisches Würfelspiel, das in unseren Spielerunden überwiegend gut angekommen ist. Alle die nichts gegen Würfel und Glückselemente in einem Spiel haben, kann ich einen Blick empfehlen. Da wir die Einstiegshürde Regel hinter uns gelassen haben, wird alea iacta est immer wieder mal von mir vorgeschlagen werden, insbesondere da man es auch gut zu zweit spielen kann. Von mir erhält das Spiel drei Sterne.

 

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(5 Sterne: absolutes Highlight; 4 Sterne: sehr gutes Spiel; 3 Sterne: gutes Spiel (schlage ich selber vor); 2 Sterne: Spiel ist OK (würde ich immer mitspielen); 1 Stern: geht so (würde ich zur Not mitspielen); 0 Sterne: geht gar nicht)

 

Übersicht:

Spiel: alea iacta est

Verlag: alea / Ravensburger

Autor: Jeffrey D. Allers und Bernd Eisenstein

Erscheinungsjahr: 2009

Sprache: deutsch

Spieleranzahl: 2 - 5

angegebene Spielzeit: 30 - 60 Minuten

empfohlenes Mindesalter: ab 9 Jahren

Bewertungssterne: 3 (von 5)

BGG-Durchschnitt (Stand 26.05.2009): 6,32 bei 125 Ratings

Spielstatus: Spiel selbst gekauft

Sonstiges: bisher 10 Partien gespielt (2er, 4er und 5er)

 

 
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